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Nach einer Brutzeit von ca. 60 Tagen brechen die jungen Schildkroeten oder"Schluepflinge" die Eischale auf und krabbeln aus dem Nest. Noch 2 Tage
spaeter und alle Eier werden ausgeschluepft sein. Durch die Bewegungen der
Frischgeschluepften faellt Sand vom "Dach" und von der Seite des Nestloches
auf den Boden und bildet eine natuerliche Plattform. Diese waechst, je mehr
Sand herunterfaellt und drueckt die Schluepflinge wie in einem Aufzug
langsam zur Oberflaeche.
Die Schluepflinge kommen meistens nachts aus dem Nest, da es dann kuehler
ist und weniger gefaehrlich fuer Angreifer. Das ist die gefaehrlichste Zeit
fuer die jungen Schildkroeten, da sie ein Leckerbissen fuer alle Ratten,
Krabben, Hunde und am Morgen fuer Voegel sind. Zur Orientierung krabbeln sie
zuegig immer zum
hellsten, niedrigsten Punkt, im Normalfall ist das der Mondschein auf dem
Meer.
Aber selbst die Schluepflinge die schon das Wasser erreicht haben, sind noch
noch nicht ganz ausser Gefahr. Das tiefe Wasser ist die Heimat von vielen
Haien, grossen Fischen oder Seevoegeln. Sobald sie das Meer erreicht haben,
schwimmen die Schluepflinge bis zu 48 h.
In dieser Zeit fressen sie nichts. Sie ernaehren sich immer noch von der
Fluessigkeit aus den Eiern, die sie im Magen haben. Das nennt man die
Nachgeburt, die lebensnotwendig ist, damit die Schluepflinge den Angreifern
entkommen und vom offenen Meer davongetragen werden koennen.
Erst wenn sie weit genug weg sind, ernaehren sie sich von kleine
Meerestierchen oder Algen.
Wir wissen sehr wenig vom Leben der Schildkroeten in der Zeit zwischen dem
Schluepfen bis sie die Geschlechtsreife erreichen. Man glaubt aber, dass die
weibliche Schildkroete, wenn sie geschlechtsreif geworden ist, immer wieder
zum gleichen Strand zurueckkommt, wo sie auch selber einmal geschluepft ist.
Man nimmt an, dass unter natuerlichen Bedingungen nur eine Schildkroete von
tausend Eiern ueberlebt und eine ausgewachsene Schildkroete wird.
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